No Go’s beim Schreiben?

Ich schreibe am liebsten im Schlafzimmer, denn oft lege ich mich unter dem Schreiben auf mein Bett und träume vor mich hin. Im Halbschlaf begebe ich mich auf die Reise und versenke mich in die Gefühle meiner Held*innen, tauche ein in phantastisch Welten und male mir Geschichten aus.

Auch alle meine Buchprojekte habe ich bisher niemals bewusst überlegt. Die Ideen dazu haben sich aus dem Unbewussten wie Treibgut der Seele plötzlich in mein Bewusstsein gedrängt. So scheint es mir unmöglich mich thematisch selbst zu begrenzen. Wie sollte ich auch verbotenes Terrain in meinem Unterbewusstsein abstecken. Ist es doch vielmehr so, das Verbote, Konvention, No Go’s dafür sorgen, dass wir Gefühle, Neigungen und Sehnsüchte genau in diese tiefen Regionen des Bewusstsein verdrängen. Mir scheint es lohnenswert sie zu bergen und durch das schreiben zu transformieren.

Auch kann ich nie zuvor erahnen an welche Stelle mich die Muse küsst, oder ob es am Ende nicht ein anderes Geschöpf ist das mich inspiriert…Der Kuss einer Blütenprinzessin oder einer Strauchhexe vielleicht? Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt…