Der andere Faust

Eine queere Version des Fauststoffs

‚In der Liebe gibt es Wilde und Gezähmte – und die Wilden werden immer von den Gezähmten geliebt. Es ist niemals umgekehrt. Denn der Gezähmte versteht es, sich anzupassen. Er ist es, der sich den Gesetzen des Wilden unterwirft. Dabei kennt der Wilde nur ein Gesetz: seine eigene Freiheit.‘

In seinem Tagebuch schreibt er von der Leidenschaft, die tief in ihm brennt und niemanden findet, den sie wärmen könnte. Da gäbe es zwar einen, Joachim, seinen besten Freund – ein wahrer Wilder – aber Joachim liebt die Frauen. So scheint Sebastians Sehnsucht aussichtslos. 

Sehnsucht kennen sie alle, die diesem Buch ihre Stimme verleihen. Sehnsucht treibt sie an und lässt sie schreiben. Margarethe, die am Tag ihrer Hochzeit feststellen muss, dass sie sich für den falschen Mann entschieden hat. Gretchen, Margarethes Enkelin, die ihre Großmutter nie kennen gelernt hat, bannt die Geschichte ihrer Freundschaft mit Sebastian und Joachim, von ihrem gemeinsamen verhängnisvollen Pakt und die Unmöglichkeit ihrer Liebe auf Papier. Sie möchte ihre Selbstvorwürfe überwinden und ihre Seele befreien. Was ihr schließlich gelingt, mit einem überraschenden Neuanfang.